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Berichtsheft: Mehr als eine Pflichtübung

Azubis müssen im Betrieb arbeiten, in die Berufsschule gehen, für die Prüfung lernen – alles klar. Aber warum soll ich daneben auch noch ein Berichtsheft führen? Und während die Arbeit am Auto total Spaß macht, geht der Fun-Faktor beim Ausfüllen der Berichtsseiten mit ziemlicher Sicherheit gegen Null.

Trotzdem führt an einem ordentlichen Berichtswesen kein Weg vorbei – schon allein, weil es vorgeschrieben ist. Das Berufsbildungsgesetz und die Verordnungen über die verschiedenen Berufsausbildungen, zum Beispiel zum Kfz-Mechatroniker oder zum Automobilkaufmann, sind da unmissverständlich: „Die Auszubildenden haben einen schriftlichen Ausbildungsnachweis zu führen.“

Wer dieser Verpflichtung nicht nachkommt, kann von seinem Betrieb abgemahnt werden. Und auf einen erfolgreichen Abschluss hat er ohnehin keine Chance. Denn bei der Abschlussprüfung lassen sich die Prüfungsausschüsse die Berichte vorlegen. Wer dann mit leeren Händen dasteht, wird nicht zugelassen.

Doch darüber hinaus solltest du das Berichtsheft nicht nur als lästige Pflicht oder gar als Schikane sehen. Es dokumentiert nämlich, was du alles getan und gelernt hast. Dein Ausbildungsbetrieb hat sich vertraglich dazu verpflichtet, bestimmte Kenntnisse und Fähigkeiten zu vermitteln, die für die spätere Arbeit als Kfz-Mechatroniker oder Automobilkaufmann erforderlich sind. Das sowohl von dir, als auch von deinem Ausbilder unterschriebene Berichtsheft dient als Beleg dafür, dass beide Seiten ihre Pflichten erfüllt haben.

 

Zwei Varianten

Während frühere Generationen ihre Ausbildungsnachweise noch mit dem Füllfederhalter handschriftlich auf Papiervordrucken geführt haben, sind heute verschiedene Vorgehensweisen möglich. Die Ausbildungsordnung erlaubt neben dem Berichtsheft auf Papier auch digitale Varianten. Deshalb bieten die offiziellen Ausbildungsmagazine »autoFACHMANN« und »autoKAUFMANN« beide Möglichkeiten an.

Wenn du es lieber klassisch magst, findest du in deinem Ausbildungsjournal jeden Monat die notwendigen Vordrucke. Wenn du aber mit Smartphones und Computer besser arbeitest als mit Stift und Papier, greif´ auf die digitale Variante zurück. Diese findest du auf den E-Learning-Plattformen www.autofachmann.de und www.autokaufmann.de. Finanziell ist es egal: Beide Formen des Berichtshefts sind ohne Zusatzkosten im Abo für das Ausbildungsjournal enthalten.

Die digitalen Berichtshefte werden online gepflegt und auf diese Weise auch vom Ausbilder überprüft und freigegeben. Wenn du trotzdem – zum Beispiel bei der Prüfung – etwas in der Hand haben willst oder musst, kannst du sie auch ausdrucken. Prinzipiell ist es deshalb auch möglich, zwischen den beiden Varianten hin- und herzuwechseln. Einfacher ist es aber, wenn du und dein Betrieb sich von Anfang an auf ein einheitliches Verfahren einigen. Am besten, du sprichst darüber so bald wie möglich mit deinem Ausbilder. Denn er weiß wahrscheinlich auch, welches Verfahren der zuständige Prüfungsausschuss bevorzugt.

Wenn du dich für die digitale Variante entscheidest, musst du dich einmalig registrieren. Als nächstes muss du noch dein Lehrjahr und das Bundesland eingeben, dann kann es auch schon losgehen: Du wählst über einen Kalender aus, welche Woche du bearbeiten möchtest. Anschließend trägst du alle erledigten Arbeiten sowie die dafür benötigte Zeit ein. Sinnvoll ist es natürlich, das alles regelmäßig und nicht nur einmal im Jahr zu tun. Denn seien wir mal ehrlich: Wer weiß heute noch, was er an irgendeinem Mittwoch vor elf Monaten gemacht hat?

 

Der/die Ausbildungsverantwortliche im Betrieb kann die Berichte einfach digital freigeben oder anmahnen, wo noch etwas nachzutragen ist. Ein Ampelsystem in der Kalenderfunktion zeigt dir wie auch deinem Ausbilder, ob du auf dem Stand der Dinge bist oder ob noch Nachholbedarf besteht. Eventuelle Lücken lassen sich schnell füllen – nicht, dass am Ende kurz vor der Abschlussprüfung noch die große Panik aufkommt, weil ganze Monate nachzutragen wären!

 

Vier Vorteile

Du siehst: Das Berichtsheft macht zwar manchmal etwas Mühe, bietet dir aber auch Vorteile:

  • Es ermöglicht dir, an der Abschlussprüfung teilzunehmen.
  • Es zeigt dir und allen anderen, was du während deiner Ausbildung alles gelernt und gemacht hast.
  • Über die Freigabe der Berichte tauschst du dich regelmäßig mit deinem Ausbilder und deinem Berufsschullehrer aus und kannst ihnen Nachfragen stellen.
  • Vor der Prüfung kannst du hier die Inhalte deiner Ausbildung nachverfolgen und dir überlegen, welche Themen du vielleicht nochmal wiederholen solltest.

Und wenn du das Berichtsheft regelmäßig führst, hält sich auch der Aufwand in Grenzen. Die digitale Variante ist leicht zu bedienen und über dein Smartphone hast du ständig Zugriff auf das Berichtsheft. So kannst du auch problemlos Ergänzungen und Änderungen vornehmen.

 

Übrigens: Falls du doch Probleme mit der Umsetzung haben solltest, hilft dir das Team von autoFACHMANN und autoKAUFMANN gerne weiter. Unsere Kontaktdaten findest du unter www.autofachmann.de und www.autokaufmann.de. Registrierten Usern steht dort nach dem Log-in auch eine Chatfunktion zur Verfügung.

Euer Johannes

aus dem Team autoFACHMANN/autoKAUFMANN

 

 

Bildquelle: autofachmann.de

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