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Die duale Ausbildung: Praxis und Theorie vereint!

Was bedeutet „Duale Ausbildung“ eigentlich genau?

Fast alle staatlich anerkannten Ausbildungsberufe werden nach dem dualen System ausgebildet. Wir sprechen hier übrigens von ungefähr 350 Ausbildungsberufen!

„Dual“ bedeutet, dass die Ausbildung an zwei unterschiedlichen Ausbildungsorten stattfindet:

• Einmal in der Berufsschule: hier erlernst Du das theoretische Fachwissen
• Und zum anderen in dem Ausbildungsbetrieb: dort erhältst Du die praktischen Kenntnisse und Fähigkeiten.

Diese Art der Ausbildung verbindet auf einzigartige Weise die Praxis im Betrieb mit den theoretischen Grundlagen in der Berufsschule. „Learning by doing“ ist hier das Stichwort.

Wie ist die duale Ausbildung rechtlich geregelt?

Die duale Ausbildung ist durch das Berufsbildungsgesetz (BBiG) sowie die einzelnen Ausbildungsverordnungen der jeweiligen Berufe geregelt. Darin sind die Rahmenbedingungen der Ausbildung festgelegt, wie etwa die Rechte und Pflichten von Azubi und Ausbilder oder die Ausbildungsinhalte.

Ein paar nützliche Hinweise hierzu findest Du auf unserer Internetseite
http://www.autoberufe.de/azubis/die-ausbildung/rechte-pflichten.html

Das Berufsbildungsgesetz (BBiG) und die Handwerksordnung (HwO) sind die rechtlichen Grundlagen für eine Duale Berufsausbildung im Kfz-Gewerbe. Also, wenn Du z.B. Kfz-Mechatroniker oder Kfz-Mechatronikerin werden möchtest.

Duale AusbildungWie läuft eine duale Ausbildung ab?

• Die betriebliche Ausbildung
Die berufliche Ausbildung basiert auf der Ausbildungsordnung des jeweiligen Berufes. In der Regel befindest Du Dich an 3 bis 4 Tagen in der Woche im Betrieb und lernst dort die praktischen Grundlagen des angestrebten Berufs.

In vielen technischen Berufen, wie z.B. bei dem Kfz-Mechatroniker gibt es neben der betrieblichen und schulischen Ausbildung auch noch die überbetriebliche Ausbildung in Berufsbildungsstätten des Kfz-Gewerbes. Hier kannst Du sämtliche Techniken und Technologien kennen lernen und Deine Fähigkeiten und Fertigkeiten ausweiten. Durch diese speziellen Lehrgänge werden eventuelle Lücken geschlossen.

• Die schulische Ausbildung

Der Berufsschulunterricht findet normalerweise an 1 bis 2 Tagen pro Woche neben der betrieblichen Arbeit statt. Bei einigen Ausbildungen wird der Schulunterricht in Blockform abgehalten: Hier bist Du abwechselnd für einige Wochen am Stück in der Schule und dann wieder im Ausbildungsbetrieb.

Die Lehrpläne variieren nicht nur zwischen den einzelnen Ausbildungsberufen, sondern auch zwischen den verschiedenen Bundesländern. Der Unterricht spaltet sich in allgemeine Inhalte und fachtheoretisches Wissen auf, welches speziell auf den Beruf zugeschnitten ist. So steht bei allen Berufen zum Beispiel Deutsch, Politik, Religion und Sport auf dem Lehrplan.

Näheres zum Berufsschulunterricht eines Auszubildenden im Beruf Automobilkaufmann findest Du in unserem Blogbeitrag:
https://www.wasmitautos-blog.com/meine-ausbildung-zum-automobilkaufmann-teil-2/

 

Schule

Wer darf eine duale Ausbildung absolvieren?

Laut Berufsbildungsgesetz kann jede/r einen Beruf im dualen System erlernen – unabhängig von Geschlecht, Alter oder Schulabschluss.

Die verschiedenen Branchen und Ausbildungsbetriebe legen allerdings einige Mindestanforderungen für die Bewerber fest, damit eine erfolgreiche Ausbildung gewährleistet ist.

Für den Beruf „Kfz-Mechatroniker/in“ solltest Du
• Fit in den MINT-Fächern (z.B. Mathe, Physik, Technik, IT) sein
• Einen guten Haupt-, Realschulabschluss oder Abitur mitbringen

Für den Beruf „Automobilkaufmann/frau“ solltest Du
• Gute Noten insbesondere in Mathe, Deutsch und Wirtschaftslehre
• Sowie einen guten Haupt-, Realschulabschluss oder Abitur mitbringen

Wie lange dauert die Ausbildung?

Je nach Ausbildungsberuf kann eine duale Ausbildung zwischen 2 und 3,5 Jahren dauern. Eine Ausbildungsverkürzung ist mit bestimmten Regelungen möglich.

Für das Kfz-Gewerbe gelten folgende Ausbildungszeiten:

Kfz-Mechatroniker/in 3,5 Jahre
Fahrzeuglackierer/in 3 Jahre
Automobilkaufmann/frau 3 Jahre

Welche Prüfungen müssen absolviert werden?

Im Laufe der dualen Ausbildung müssen zwei Prüfungen abgelegt und bestanden werden:

In der Zwischenprüfung musst Du zeigen, auf welchem Lern-Niveau Du Dich befindest. Die Zwischenprüfung findet etwa in der Mitte der Ausbildung statt.
Beim Beispiel des Kfz-Mechatronikers wird die Zwischenprüfung „Gestreckte Gesellenprüfung“ genannt und hat die Besonderheit, dass das Ergebnis der Zwischenprüfung bereits in die Note der Abschlussprüfung einfließt.

Die Abschlussprüfung – im Handwerk auch Gesellenprüfung – findet am Ende der Ausbildung statt. Sie wird in der Regel von den Prüfungsausschüssen der Handwerkskammern (HWK) oder der Industrie- und Handelskammern (IHK) abgenommen. Mit ihrem Bestehen gilt die Ausbildung als abgeschlossen.

Nach der Ausbildung ist natürlich noch lange nicht Schluss. Frei nach dem Motto des „Lebenslangen Lernens“ können noch viele spannende Weiterbildungsmöglichkeiten oder Studiengänge angeschlossen werden. Mehr hierzu findest Du in einem unserer Blogbeiträge:
https://www.wasmitautos-blog.com/weiterbildungsmoeglichkeiten-nach-deiner-autoberufe-ausbildung/
Abschlusspruefung
Fotonachweise:
Tafel: Eric Wüstenhagen: https://www.flickr.com/photos/eriwst/
Rechte: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/

Schule: Energie Agentur NRW: https://www.flickr.com/photos/energieagentur-nrw/
Rechte: https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/

Mädchen Auto: Threesixty Torino: https://www.flickr.com/photos/360italy/
Rechte: https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/

Luftballons: Judith74: https://www.flickr.com/photos/29997533@N03/
Rechte: https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/

 

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