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Wie lernst du am effektivsten?

Bald stehen schon wieder Prüfungen oder Klausuren an. Du weißt noch nicht, wie du am besten dafür lernen sollst? Wie findest es am besten heraus? Hier haben wir für dich wertvolle Tipps, die du ganz einfach anwenden kannst! Welcher Lerntyp bist Du?

 

1. FINDE HERAUS WAS DU FÜR EIN LERNTYP BIST

Lernst du am besten, wenn du etwas vor dir dargestellt siehst oder es selbst liest? Oder eher, wenn dir jemand den Lernstoff erklärt und du ihn somit hörst? Oder doch eher, wenn du dir etwas selbst beibringst und es direkt praktisch anwenden kannst? Diese Fragen solltet ihr euch stellen, um als aller erstes herauszufinden, was für ein Lerntyp ihr seid! Denn, es gibt insgesamt drei verschiedene Lerntypen: der auditive Lerntyp, der visuelle Lerntyp und der kinästhetische Lerntyp. Es ist jedoch auch möglich, dass man durch alle Formen gut lernen kann oder auch durch eine Kombination. Wenn man die für sich beste Kombination herausfinden konnte, ist man schon mal einen guten Schritt vorangekommen!

Doch wie kann man es am besten herausfinden? Am einfachsten ist es, sich durchzuprobieren! Erstelle dir eine Mindmap mit dem Lernstoff für die nächste Klausur, aber auch z. B. eine Audio Aufnahme, in der du alles so erklärst, dass du es verstehst! Diese kannst du dir perfekt vor dem Schlafen gehen anhören oder auch auf dem Weg zur Schule bzw. zum Ausbildungsplatz. Versuche auch allein Aufgaben zu lösen, bei denen du noch nicht ganz genau weißt, wie zu dem Ergebnis kommst. Denn wenn man es einmal selbst gemacht hat, wird es beim nächsten Mal viel einfacher sein! Auf diesem Wege solltest du am besten herausfinden, welcher Lerntyp du bist. Und was noch viel wichtiger ist: welche Methoden dir am besten helfen!

2. ACHTE AUF EINE KLARE STRUKTUR UND VORBEREITUNG!

Am besten ist es, wenn du alles so nach und nach lernst, wie es auch im Unterricht oder im Lehrbuch strukturiert wurde. Das hilft dir dabei, nicht durcheinander mit verschiedenen Themen zu kommen und auch beim Abrufen des gelernten von deinem Gedächtnis eine klare Einteilung zu haben, was zu welchem Thema gehört. Um eine klare Struktur zu erzielen, solltest du dich optimal auf das Lernen vorbereiten und dir einen Plan erschaffen. Für den Anfang solltest du dich fragen, ob du alle Materialien die relevant sind beisammen hast und diese dann wie oben erwähnt nach Themen und Reihenfolge sortieren. Danach solltest du dich dran setzen diese zu lernen und zu wiederholen. Nach der Lernphase solltest du dich selbst testen, ob du auch alles kannst.

3. VERSTEHE DIE INHALTE

Um am besten für eine Prüfung oder Klausur vorbereitet zu sein, sollte man alle Inhalte verstanden haben! Denn, wenn man sie nur auswendig kann, aber gar nichts versteht, kann man sie wenn es drauf ankommt, nicht anwenden und kann somit keine erfolgreiche Prüfung erzielen. Inhalte versteht man am besten, wenn man sich z. B. Verknüpfungen herstellt oder die Inhalte direkt an Beispielen anwendet. Somit kann man sich diese auch besser langfristig merken. Um zu testen, ob du die Inhalte wirklich verstanden hast, führe Probeklausuren durch, denn nur so kannst du herausfinden wo noch Lernbedarf herrscht und was du schon super verstanden hast und somit auch wiedergeben und anwenden kannst!

4. MACHE LERNPAUSEN UND POWER-NAPS ZWISCHENDURCH!

Kurze Pausen helfen dir dabei, das neu Gelernte abzuspeichern. Doch auch zwischendurch einen Power-Nap zu machen, kann sehr hilfreich sein, Informationen abzuspeichern. Lernst du kurz vor dem Schlafen, verarbeitet dein Körper und dein Gehirn das Gelernte unbewusst weiter! Achte darauf, in den Lernpausen und allgemein in den Phasen in denen du konzentriert lernst, ausreichend Flüssigkeit und Nahrung zu dir zu nehmen! Denn auch Wassermangel kann z. B. dazu führen, dass deine Konzentration während des Lernens abnimmt.

5. AUSWENDIG LERNEN FÄLLT DIR SCHWER?

Oftmals führt an auswendig lernen leider kein Weg dran vorbei, z. B. Formeln für Mathe oder Fachbegriffe/Vokabeln. Hier ist es am besten, alle Inhalte immer und immer wieder zu wiederholen. Man kann z. B. die Formel sich mehrmals hintereinander aufschreiben und sich dann selbst testen, in dem man sie abdeckt und dann versucht aus dem Gedächtnis heraus zu schreiben. Das kann man immer wieder versuchen, bis sie keine Fehler mehr enthält. Eine andere Möglichkeit ist wiederholtes lesen oder hören des Stoffes, dass bis zur Klausur oder Prüfung perfekt sitzen muss.

6. FINDE DEN IDEALEN ORT, AN DEM DU DICH AM BESTEN KONZENTRIEREN KANNST

Konzentration während der Lernphasen ist das A und O, für erfolgreiches Lernen. Finde hierfür einen ruhigen Ort, in dem du dich besonders gut konzentrieren kannst, z. B. dein Schreibtisch zu Hause oder auch eine Bibliothek. Du kannst auch testen, ob du dich am besten konzentrieren kannst, wenn es komplett still um dich ist oder aber auch während du ruhige Musik hörst. Lege dein Handy beiseite und stelle es am besten auf Leise! Um weitere Ablenkungen zu vermeiden, schalte deine Benachrichtigungen aus. Doch nicht nur der Ort hat einen Einfluss auf deine Konzentration, sondern auch die Zeit! Bist du eher ein Morgenmuffel und kannst dich eher nachmittags oder am Abend konzentrieren? Oder stehst du gerne früh auf und bist am Morgen am produktivsten? Plane deine Lerneinheiten so, dass sie genau zu der Zeit liegen, in der du dich am produktivsten fühlst, denn zu der Zeit kannst du dich am besten konzentrieren.

Lernen hat nicht nur den Vorteil, dass man gute Noten erzielt, sondern es hält ebenfalls unser Gehirn langfristig fit. In dem Sinne: Viel Erfolg für die nächsten Prüfungen und viel Spaß beim Anwenden unserer Lern-Tipps!

 

Hier eine weitere interessante Seite zum Thema Lernmethoden:
https://www.mystipendium.de/studium/lerntechniken

 

Eure Stefie

 

 

Bildquelle: StockSnap / Pixabay.com

2 Comments

  1. Dennis sagt:

    Toller Blogbeitrag, auf den ich bei Gelegenheit gerne weiterverweisen würde. Ich habe quasi tagtäglich mit Menschen zu tun, die mit Prüfungsangst zu kämpfen haben, und letztlich lässt sich immer irgendwie das Lernen als A und O ausfindig machen. Wer perfekt vorbereitet ist, der profitiert schließlich von der Prüfungsangst.

    Kurz ausgeführt: Neurologische Studien haben gezeigt, dass das menschliche Gehirn in diesem „Angstzustand“ in eine Art Notfallmodus fällt. Alle Kapazitäten werden freigesetzt und sind nur darauf fokussiert, das Überleben zu sichern – in dem Fall, so salopp wie es klingt: Die Prüfung bestehen!

    Wissenschaftliche Studien haben dabei herausgefunden, dass Menschen in diesem Zustand Gelerntes deutlich leichter abrufen können und sich im Allgemeinen viel besser konzentrieren können. Sich diese Prüfungsangst abzutrainieren, ist also nicht nötig. Immer vorausgesetzt, die Angst ist nicht so stark ausgeprägt, dass gar nichts mehr geht.

    In diesem Fall helfen Sofortmaßnahmen (in meinem Blogbeitrag befasse ich mich übrigens auch mit ein paar solcher Sofortmaßnahmen, bzw. gehe tiefer auf das Thema ein, ehe ich hier den Rahmen sprenge: https://ausbilderschein24.de/ausbildereignungspruefung-pruefungsangst/)

    Lange Rede, kurzer Sinn: Das Gefühl der Angst bewirkt, dass ich fokussierter bin und Gelerntes besser abrufen kann. Die Grundfrage muss also immer lauten: Wie lerne ich eigentlich am effektivsten? Und hier liefert der vorliegende Beitrag gute und klare Antworten. Danke dafür!

  2. Louis Aarends sagt:

    Hallo Stefie,
    vielen Dank für den guten Beitrag. Ich habe vor kurzem angefangen BWL zu studieren und habe mal wieder gemerkt, dass mir vor allem das auswendig lernen sehr schwerfällt. Zum Glück habe ich im ersten Semester doch alle Prüfungen geschafft, bin aber immer noch auf der Suche nach einer passenden Lernmethode, das auswendig lernen betreffend. Ich habe vor allem gemerkt, dass ich durch Visualisierung mir Inhalte besser merken kann. Vor allem die Loci-Methode (weitere Informationen: https://www.bigkarriere.de/ratgeber/arbeitswelt/auswendiglernen) hat mir dabei geholfen. Da ich aber oft sehr viel auswendig lernen muss, kommt diese Methode auch an ihre Grenzen. Ich versuche es mal weiter mit deinen Tipps, hoffentlich finde ich noch die beste Taktik.

    Liebe Grüße
    Louis

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