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Finanzielle Hilfen in der Ausbildung

Welche Ausbildungsbeihilfen gibt es?

Eine gute Ausbildung ist ein wichtiges Grundkapital für die Zukunft. Daher bietet der Staat einige Programm an, um jungen Auszubildenden finanziell unter die Arme zu greifen. Welche das sind und welche Voraussetzungen Du erfüllen musst, stellen wir Dir im Einzelnen vor.

Das Kindergeld

Auch während der Ausbildung habt ihr als Azubis bzw. Eure Eltern Anspruch auf Kindergeld – bis zum Ende der Ausbildung, maximal jedoch bis zum 25. Lebensjahr. Voraussetzung ist, dass Ihr nicht mehr als 8.004 Euro plus einer Werbekostenpauschale von 920 Euro im Jahr verdient.

Wird diese Einkommensgrenze überschritten, entfällt das Kindergeld und muss, wenn es bereits gezahlt wurde, wieder zurückgezahlt werden. Wer mit über 25 Jahren noch in der Ausbildung ist, hat nur dann Anspruch auf Kindergeld, wenn er bereits Zivil- oder Wehrdienst geleistet hat.

Ausbildung AutoberufeWer hat Anspruch?

Das Kindergeld soll eine Unterstützung für Eure Eltern bzw. die Erziehungsberechtigten sein, da sie Euch während der Berufsausbildung ja weiterhin finanziell unterstützen.
Kindergeld wird immer bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres gezahlt. Nach dem 18. Lebensjahr wird das Kindergeld weiter gezahlt wenn:

– Das Kind sich in einer Schul- oder Berufsausbildung befindet
– Das Kind einen Ausbildungsplatz sucht
– Das Kind z.B. ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) ableistet (siehe: Das FSJ und FÖJ)
– Das Kind sich in einer Übergangszeit befindet (höchstens vier Monate)
Ab dem 01.01.2012 wird Kindergeld ab dem 18. Lebensjahr bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres nur weitergezahlt, wenn das Kind nach abgeschlossener Berufsausbildung oder Erststudium keiner Erwerbstätigkeit nachgeht.

Dabei gelten nicht als Erwerbstätigkeit:

– Eine Erwerbstätigkeit mit regelmäßig maximal 20 Stunden die Woche
– Ein Ausbildungsdienstverhältnis
– Eine geringfügige Beschäftigung

Ausbildungsberuf Automobilkauffrau / Automobilkaufmann

Berufsausbildungsbeihilfe

Die Berufsausbildungsbeihilfe könnt Ihr in Anspruch nehmen, wenn Ihr eine betriebliche Ausbildung macht und nicht mehr bei den Eltern wohnt, weil der Ausbildungsbetrieb zu weit vom Elternhaus entfernt ist. Hier gibt es allerdings auch Ausnahmen – wenn der oder die Auszubildende zum Zeitpunkt der Ausbildung älter als 18 Jahre oder verheiratet ist oder mindestens ein Kind hat, wird diese Beihilfe ebenfalls gewährt.

Der Antrag

Beantragt wird sie bei der zuständigen Agentur für Arbeit. Wenn Ihr sie erst nach Beginn der Berufsausbildung oder der berufsvorbereitenden Maßnahme beantragt, wird sie Euch rückwirkend längstens vom Beginn des Monats an geleistet, in dem die Leistungen beantragt worden sind.

Das Wohngeld

Wer keinen Anspruch auf Ausbildungsbeihilfe hat, kann immer noch während der Ausbildung Wohngeld beantragen. Dieses erhält, wer keine Berufsausbildungsbeihilfe bekommen kann, weil er z.B. schon die zweite Ausbildung macht oder einen staatlich nicht anerkannten Beruf erlernt. Solltet Ihr Anspruch auf BAföG oder Berufsausbildungsbeihilfe haben, erhaltet Ihr kein Wohngeld. Weiter müsst Ihr über 18 Jahre alt sein und Ihr dürft nicht mehr zu Hause wohnen.

Wie hoch das Wohngeld ist, entscheiden festgelegte Bedarfssätze. Den Antrag dafür müsst Ihr bei der Stadtverwaltung stellen. Hier kommt es darauf an, in welcher Gemeinde die Wohnung angesiedelt ist.

Eure Eltern sind bis zum Ende der Ausbildung unterhaltspflichtig. Das gilt vor allem, wenn die Berufsausbildungsbeihilfe abgelehnt wurde, weil die Eltern zu viel verdienen. Im Notfall kann der Unterhalt der Eltern sogar vor Gericht eingeklagt werden.

Weitere Tipps, wie Ihr Euren Geldbeutel aufbessern könnt, findet Ihr in diesem Blogbeitrag: https://www.wasmitautos-blog.com/so-schont-ihr-euren-geldbeutel-waehrend-der-ausbildung/

So, wir hoffen Euch ein bisschen weitergeholfen zu haben. Solltet Ihr Anregungen oder Fragen auf dem Herzen haben, hinterlasst uns gerne einen Kommentar hier.

Viele Grüße
Eure Claudia

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