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Autonomes Fahren: So klug ist künstliche Intelligenz

Für die Kfz-Branche ist das autonome Fahren so was wie das „Next big thing“ – und dementsprechend viel wird darüber geschrieben, geforscht und gemutmaßt. Dabei funktioniert diese nur mit der sogenannten künstlichen Intelligenz (KI). Fragt sich also, was können eigentlich diese ominösen künstlichen Gehirne und wie intelligent sind sie wirklich. Hier die Antwort!

 

Lenken als Leidenschaft

Klar, als Kfzetti ist Autofahren wahrscheinlich mehr eine Leidenschaft als eine lästige Aufgabe für dich. Und dementsprechend wäre das autonome Fahren für dich auch eher ein „nice to have“ für die Momente, in denen man abgelenkt ist oder spontan ein Stück Pizza essen möchte. Für viele Berufspendler ist die Perspektive aber sehr verführerisch. Schließlich kann man damit die tägliche Zeit im Auto sinnvoll für andere Dinge nutzen. Das Problem dabei: Irgendjemand muss die ganzen Entscheidungen treffen, die du ganz instinktiv erledigst. Und wenn es dabei zu einer kniffligen Situation kommt, muss ein Computer genau die Entscheidung treffen, die du treffen würdest. Oder sogar eine noch bessere. Und genau da wird es schwierig, da ein Computer nicht wie ein Mensch denkt und auch keine menschlichen Entscheidungen treffen kann. Er imitiert sie nur. Die Technologie, die hierbei zum Einsatz kommt, nennt sich „künstliche Intelligenz“. Und diese künstliche Intelligenz hat keine Moral und löst keine ethischen Konflikte. Künstliche Intelligenz kann Regeln anwenden, ändert sich aber nicht.

 

Die fünf Phasen

Was man über das autonome Fahren wissen muss, ist Folgendes: Sie wird derzeit noch in fünf Phasen unterschieden – von einfachen Assistenzsystemen (z. B. Spurerkennung) bis zum vollkommen autonomen Fahren ohne weitere Beteiligung eines Menschen. Vom Letzterem sind wir noch einige Zeit entfernt, denn wir befinden uns im Moment ungefähr in der Mitte. Der Grund dafür liegt nicht in der reinen Technik, sondern in der Software. Es gibt bereits Computer und entsprechende Sensoren, die schnell und zuverlässig genug sind, um Autos sicher durch den Verkehr zu lenken. Es gibt aber noch keine künstliche Intelligenz, die zuverlässig die richtigen Entscheidungen trifft.

 

Starke und schwache Intelligenz

Der Trick bei der künstlichen Intelligenz ist, dass es ziemlich beeindruckend klingt, wenn man sie in ein Produkt integriert. Die Wissenschaft ist aber etwas genauer, wenn es um die Definition geht: Wenn man die gleichen intellektuellen Fertigkeiten eines Menschen zu Grunde legt oder versucht diese zu übertreffen, spricht man von einer sogenannten „starken künstlichen Intelligenz“. Das wäre dann ein Computer oder ein Roboter, wie wir ihn aus Filmen kennen – also Data aus Stark Trek oder der Terminator. Das bedeutet, dass er nicht nur reagiert, sondern auch aus eigenem Antrieb handelt und flexibel ist. Aber: Alle heute existierenden Systeme fallen unter die Kategorie der „schwache KI“. Diese Systeme erlangen kein tieferes Verständnis für die Problemlösung und sind nur auf die Erfüllung einer klar definierten Aufgabe ausgerichtet. Die Methoden zur Lösung eines Problems werden dem System vorher zur Verfügung gestellt. Also fast wie bei einem Azubi – aber mit einem entscheidenden Unterschied:

Ein Mensch wächst im Zuge des Lernprozesses über sich hinaus und entwickelt eigene Lösungsstrategien. Er lernt aus Fehlern, reflektiert das Geschehene und bildet sogar eine Persönlichkeit aus. All dies geht künstlichen Systemen leider total ab.

 

Zukunftsmusik

Auch wenn es spannend klingt: Solange eine künstliche Intelligenz nicht zuverlässig die richtigen Entscheidungen treffen kann, muss man alle Eventualitäten vorher einprogrammieren. Und das kann noch dauern. Was allerdings passiert, wenn man eine KI ein Auto designen lässt siehst du im Video. Und nicht vergessen, was du oben über die KI gelernt hast: Es sieht gut aus – und der Rest ist Marketing. Bisher…

 

Wie siehst du das autonome Fahren und die Entwicklung der KI und im Automobilsektor? Freust du dich über neue Funktionen oder lenkst du lieber selbst? Lass uns ein Kommentar da!

 

Euer Daniel

 

Bildquelle:unsplash.com/@dotnny
Daniel Schreiber

Daniel Schreiber

Als waschechter Bergheimer erinnert sich Daniel noch heute an seinen ersten Traumwagen: Einen´77er Opel KADETT City in Himmelblau, der auch noch fuhr, als er schon längst nicht mehr fahren sollte. Das Schönste daran: Ein beherzter Schlag auf den Vergaser löste damals noch die Probleme, statt das Bauteil für immer zu zerstören. Heute beschäftigt sich Daniel eher mit Blogs sowie Texten und schraubt höchstens an seiner E-Gitarre herum. Die Ergebnisse beim Schreiben und Musikmachen sind dabei auch deutlich brauchbarer als seine Schrauberfähigkeiten, die über den Einsatz eines Hammers nie hinauskamen. Dafür ist sein aktuelles Auto immer sauber und top gesaugt – und das ist ja auch viel wert.

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