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Mental Health in der Corona-Krise

Wir haben für dich einige Tipps und Ansätze, mit denen du deine geistige (und körperliche) Gesundheit in der Krise unterstützen kannst. Die Checkliste hierfür ist auch interessant in zukünftigen „normalen“ Zeiten und kann deinen Lifestyle bereichern.

Das derzeitige Corona-Virus, die derzeitigen Isolierungen oder auch die ungewissen Auswirkungen daraus, können beängstigend sein und unsere geistige Gesundheit beeinträchtigen. Es gibt einige Dinge, die wir tun können, um unser Wohlbefinden in diesen besonderen Zeiten zu unterstützen.

Die Regierung fordert uns auf, zu Hause zu bleiben und soziale Kontakte bis auf ein „zwingendes Minimum“ zu vermeiden. Nur zum unvermeidbaren Einkauf, für Arztbesuche oder in bestimmten Berufen darf man nach draußen gehen. Ebenso sollst du zwei Meter von anderen Menschen Abstand halten und deine Hände oft und gründlich über den Tag verteilt waschen, insbesondere wenn du nach Hause kommst.

Die aktuellen Maßnahmen oder Quarantäne-Regeln zwingen uns, dass wir viel Zeit zu Hause verbringen und unsere regelmäßigen sozialen Aktivitäten nicht mehr ausüben können. Auch werden viele berufliche Arbeiten von zu Hause erledigt, soweit das machbar ist. Das alles ist für viele Menschen sehr ungewohnt und belastend. Wie gelingt ein leichterer Umgang mit den neuen Herausforderungen – Job, Haushalt, Familie?

 

Andere Blickwinkel entwickeln

Du kannst versuchen, diese Krise als eine Zeitspanne in deinem Leben zu betrachten, welche nicht unbedingt als eine schlechte erlebt werden muss, selbst wenn du es dir nicht selbst ausgesucht hast. Für fast alle Menschen ist es neu, so fremdbestimmt und mit so ungewisser Zukunft zu leben. Versuche insbesondere deshalb, auf die Dinge zu achten, die du in dieser Zeit, „trotz der vielen Regeln und Einschränkungen“, als positiv erleben kannst.

 

 

Tipps & Checkliste | Mental Health

Hier sind einige Tipps, mit denen du dich um deine mentale Gesundheit und deine psychische Balance kümmern kannst. Insbesondere dann, wenn tagtäglich über mögliche Bedrohungen für unsere körperliche Gesundheit diskutiert und entschieden wird.

 

  • Daten und News nur dosiert: Nachrichten nur einmal am Tag. Nutze öffentlich-rechtliche Nachrichten bzw. achte auf seriöse Quellen, die von offiziellen Stellen informiert werden. Lege bewusste Medien- und Nachrichten-Pausen ein.
  • Soziale Medien: prüfe ob die Infos, die du bei Facebook & Co liest eher konstruktiv und lösungsorientiert sind oder ob sie eher Angst, Halb-Wissen oder gar Unwahrheiten verbreiten. Konzentriere dich auf aufbauende Inhalte! Und bitte gib nur Infos der Nachrichten weiter, dessen Wahrheitsgehalt du selbst überprüfen kannst (das sind nicht viele).
  • Achte auf ausreichend Schlaf, frische Luft und gesundes Essen. Klingt abgedroschen und ist doch so wichtig und nicht immer einfach zu organisieren.
  • Auch wenn du dabei deine Freunde vermisst: mach deinen Sport oder fang an, deine Fitness zu verbessern oder ein neues Hobby zu entdecken.
    Tipp: Es gibt viele digitale Möglichkeiten mit deinen Freunden gemeinsam Sport zu machen.
  • Lerne die Online-Werkzeuge für Videokonferenzen oder gemeinsame (virtuelle) Watch-Parties kennen und nutze sie mit deiner Familie, Freunden und Kollegen.
  • Bilde dich fort: E-Learning, Streaming-Dienste, Online-Büchereien, Hörbuch und Podcasts.
    Es gibt zahlreiche Angebote, mit denen du Unterhaltung und (Fort-)Bildung –teilweise sogar kostenlos – genießen kannst.
  • Tausche dich mit anderen Menschen aus und biete Hilfen oder Unterstützung an. Gerade wenn wir auf Abstand gehen müssen, können wir sozial enger zusammenwachsen – das ist wertvoll für die gemeinsame Zukunft und unsere mentale Gesundheit.
  • Sei nicht perfekt: eine Ausnahmesituation ist eine Ausnahmesituation, in denen Menschen Fehler machen oder nicht immer „normal funktionieren“. Wenn du dich in diesen Tagen hier und da überfordert fühlst, dann geht es bestimmt vielen ganz genauso und das ist auch völlig in Ordnung. Hier sind Rücksichtnahme und Menschlichkeit gefragt: für dich selbst aber auch im Umgang mit anderen.
  • Mach „Pläne für danach“: sammle Ideen und Gedanken für die Zeit nach der Krise.
    Schreibe sie auf oder erzähle sie deinen Freunden (oder beides).
  • Wenn es dir echt schlecht geht: professionelle Hilfe aufsuchen! Wenn du längerfristig das Gefühl hast, Sorgen und Ängste nicht allein bewältigen zu können, solltest du professionelle Hilfe suchen. Hausärzte und psychosoziale Beratungsstellen deiner Stadt oder Region sind geeignete erste Anlaufstellen.  Für die bundesweite Seelsorge findet man Kontakte auf https:/www.telefonseelsorge.de

 

 

Glück im Unglück?

Bitte denke daran: Diese Pandemie wird vorbeigehen. Eine positive Einstellung kann dir helfen, deine seelische Gesundheit in Zeiten großer Unsicherheit zu schützen.

Über welche Dinge freust du dich, obwohl alles in dieser Zeit so hart und schwierig erscheint?

Wir freuen uns über eine Liste aus deinen aktuellen Glücksmomenten. Schreibt´s in die Kommentare, welche Dinge ihr momentan als positiv oder mit Glück erlebt.

 

 

Bleibt gesund und munter,

Euer Steve

 

Bildquelle: unsplash.com
Steve Reisgies

Steve Reisgies

Schon seit früher Jugend stellt Steve Informationen, Statements und Meinungen in Schrift und Bild zusammen. Geboren 1974 an der ostfriesischen Küste liebt er den Weitblick über den üblichen Tellerrand hinaus und freut sich, wenn seine Publikationen informieren, inspirieren, gern auch zum Schmunzeln bringen. Steve ist happy, wenn Inhalte wirklich bewegen oder die Mitwirkenden der Story ins passende Spotlight gesetzt werden. Ganz besonders liegt ihm daran, junge oder junggebliebene Leute mit "nachwachsenden Infos" zu unterhalten und für die Zukunft zu motivieren!

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