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Nicht ohne mein Handy

Wieviele Stunden darf dein Handy nicht in deiner Nähe sein? Fühlst du dich angespannt, wenn dein Akku nur noch 8% anzeigt und kein Ladegerät in Sicht ist? Du könntest etwas verpassen?

Dein Handy zeigt Wegbeschreibungen, macht Fotos und speichert alles in einem Erinnerungs-Album, motiviert dich zum Teilen von aktuellen Erlebnissen oder Gedanken. Du kannst telefonieren, shoppen, flirten, Musik hören, kreativ werden. Dein Handy kann so viele Dinge, auf welche die meisten Menschen, wohl nicht mehr verzichten möchten.

Was ist eigentlich FOMO?

Smartphoneabhängigkeit oder „Handysucht“ ist ein zwanghafter Drang, mit anderen Personen über das Handy in Verbindung bleiben zu wollen. Begleitend dazu entsteht oft eine Angst, dass man den Zugang zum Internet oder Smartphoneanwendungen (Apps, Fotos, Spiele etc.) verlieren könnte. Aber wie entsteht diese FOMO („Fear of Missing Out“) eigentlich? Der Hauptgrund kann sein: du hast dich einfach sehr daran gewöhnt, dass dich das Handy mit dem Leben deiner Freunde oder dem Weltgeschehen verbindet. Schneidet man diese Verbindung oder Möglichkeiten ab, entsteht bei vielen Menschen die Angst, etwas verpassen zu können. Es ist die auch die Angst, die persönlichen Verbindungen zu verlieren oder nicht mehr Teil des Ganzen zu sein.

 

Anzeichen, die dich warnen können.

Woran merkst du, dass du handysüchtig sein könntest? Lies die folgenden Situationen und Fragen.
In wie vielen der folgenden Punkte erkennst du dich wieder? 

1. Du hast Entzugserscheinungen?

Smartphone liegen gelassen oder der Akku ist leer? Das Internet ist unterbrochen oder du hast keinen Empfang? Das macht dich nervös, unruhig oder aggressiv? Du kommst ins Schwitzen?

2. Deine Gefühle und Gedanken sind bei „Social Media“

Du denkst so oft über Messenger-Nachrichten und die neuesten Posts auf den bekannten Plattformen nach, dass du dich schwerer auf die Arbeit oder Gespräche konzentrieren kannst. Du liest jede Nachricht am liebsten sofort. Dir fällt es ziemlich schwer, nicht direkt zu antworten.

3. Immer häufiger greifst du danach

Es gab Zeiten, das hast du ab und zu mal auf´s Handy geschaut. Heute kommt Unzufriedenheit auf, wenn du nicht nachschauen kannst, was es gerade Neues gibt oder du überhaupt mal draufschauen kannst? Die Häufigkeit, wie oft du das Handy benutzt, können mittlerweile spezielle Apps oder das Betriebssystem anzeigen. Die Gesamtdauer und die Häufigkeit der Handybenutzung werden aufgelistet. Es können sogar Apps zeitlich begrenzt werden. Dich überrascht die große Verweildauer? Du ignorierst die Voreinstellungen aber gern oder „entsperrst“ sogar zeitliche Limits, weil es sonst „einfach nicht ausreicht“?

4. Du wolltest dich eigentlich mehr einschränken

Du weißt selbst, dass du viel zu viel Zeit mit dem Handy verplemperst. Sogar Freunde oder Kollegen sagen, das deine ständige oder zu häufige Benutzung stört. Eigentlich wolltest du dich ja auch viel mehr einschränken und schaffst es aber nicht.

5. Nicht viel Lust auf was anderes

Wenn sich deine Freizeitgestaltung nur noch auf dein Handy ausrichtet, solltest du ebenfalls gewarnt sein. Freunde treffen, Hobbies genießen – oder doch lieber mit dem Handy auf der Couch sitzen, chatten und durch´s Netz klicken?

6. Du tust es trotzdem

Du merkst, während du das Handy in der Hand hältst, das Dir dies nicht gut tut. Dein Körper reagiert negativ, du kannst schlecht entspannen? Oftmals bist du abends eigentlich viel zu müde, um nochmal das Handy (meist unwichtige) Nachricht anzeigen zu lassen? Du tust es trotzdem?

7. Du verheimlichst es?

Du bemerkst, dass du weniger Zeit am Handy verbringen solltest und verheimlichst es trotzdem vor deinen Liebsten oder deinen Kollegen? Hat deine intensive Handybenutzung über längere Zeit zu Problemen mit deinem Bekannten- und Freundeskreis, deiner Familien oder Kollegen geführt?

„Wenn du dich in vielen obigen Punkten wiederfindest, dann kannst du für dich – und auch im Sinne deiner Mitmenschen – überdenken, welchen Stellenwert und Bedeutung dein Handy in deinem Leben einnehmen soll.“

Nicht ohne dein Handy? Teste dich selbst.

Wie wichtig ist dir dein Handy? Das kannst du ganz einfach selbst überprüfen und einen kleinen „Test“ ausprobieren.

Nämlich am Wochenende, oder auch an einem freien Tag in der Woche: probiere ein sogenanntes Handyfasten. Einen Tag lang „Handy aus“ – für einen Tag ohne Handy. Klingt spannend? Oder bekommst du allein bei dem Gedanken daran schlechte Laune?“

Falls du gut damit umgehen kannst und vielleicht sogar positive Erfahrungen damit machst, ist natürlich alles in Ordnung und vielleicht magst du sogar anderen Freunden oder Kollegen davon erzählen.

Falls es dir schlecht geht während der „Handy-Pause“: wenn du z.B. gereizt bist oder du dich unruhig fühlst, dann kannst du dir Beratungstipps holen. In der Regel kannst du Beratungsstellen sogar in deiner Nähe finden. Eine interaktive Karte zu weiteren Beratungskontakten in ganz Deutschland gibt es z.B. auf der Website: Fachverband Medienabhängigkeit.

 

Du hast eigene Erfahrungen oder Fragen? Schreib´s in die Kommentare!

Eine gute Zeit und gute Laune wünscht Dir,

Steve

 

 

Bildquelle: elements.envato.com
Steve Reisgies

Steve Reisgies

Schon seit früher Jugend stellt Steve Informationen, Statements und Meinungen in Schrift und Bild zusammen. Geboren 1974 an der ostfriesischen Küste liebt er den Weitblick über den üblichen Tellerrand hinaus und freut sich, wenn seine Publikationen informieren, inspirieren, gern auch zum Schmunzeln bringen. Steve ist happy, wenn Inhalte wirklich bewegen oder die Mitwirkenden der Story ins passende Spotlight gesetzt werden. Ganz besonders liegt ihm daran, junge oder junggebliebene Leute mit "nachwachsenden Infos" zu unterhalten und für die Zukunft zu motivieren!

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