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Prüfungsangst überwinden!

Was hilft, wenn gar nichts mehr geht?

Lampenfieber kennen wir fast alle. Jeder, der einmal eine Prüfung abgelegt hat, kennt diese Nervosität kurz bevor es losgeht. Ein gewisses Maß an Aufregung ist also völlig normal und sogar hilfreich. Denn hätte man dieses Lampenfieber nicht, wäre dies ein Indiz dafür, dass man die Prüfung vielleicht zu sehr auf die leichte Schulter nimmt und sich nicht ausreichend vorbereitet hat.

Sobald diese Prüfungsangst jedoch einen so starken Stress verursacht ,dass das das sogar mit körperlichen Auswirkungen verbunden ist , wie z.B. Herzrasen, Zittern, Schwindel, usw. beeinträchtigt dies unsere Konzentration massiv. Das macht ein Bestehen der Prüfung fast unmöglich, ein Blackout droht.

Wege, dem Prüfungsstress vorzubeugen Damit Euch am großen Prüfungstag die Panik gar nicht erst überkommt, geben wir Euch ein paar hilfreiche Tipps, was Ihr im Vorhinein dagegen tun könnt.

Lernen

1. Beginne rechtzeitig mit dem Lernen

Keine Frage, es gibt schönere Dinge, als zu Lernen. Netflix zum Beispiel. Mit Freunden feiern gehen, mit der besten Freundin per WhatsApp die neuesten Geschichten austauschen, endlich mal die Fenster putzen, die Klamotten im Schlafzimmer umsortieren. Um das lästige Lernen aufzuschieben, werden wir kreativ, aber letztendlich schaden wir uns damit sehr. Hier hilft nur diszipliniert zu sein und sich die Zeit gut einzuteilen. Macht Euch einen Lernplan, wann Ihr was geschafft haben möchtet. So behaltet Ihr den Überblick.

2. Genügend schlafen

Unser Gehirn verarbeitet im Schlaf nicht nur die Eindrücke des Tages – es lernt auch. Wenn wir zu wenig schlafen, kann sich das Gelernte nicht setzen.

3. Pausen einplanen

Das Gehirn ist nicht endlos aufnahmefähig. Daher empfiehlt es sich, nach spätestens 90 Minuten mindestens eine Viertelstunde Pause zu machen. In den Pausenzeiten ist es wichtig, sich mit etwas völlig anderem zu beschäftigen. Danach seid ihr wieder aufnahmefähig.

4. Tageszeiten beachten

Jeder hat einen individuellen Leistungsrhythmus. Diesen gilt es zu berücksichtigen. Es gibt Nachtmenschen, die erst abends richtig leistungsfähig werden und bis tief in die Nacht durchpowern können. Dann gibt es Frühaufsteher, die morgens die meiste Energie verspüren und letztlich diejenigen, die nichts von Beidem sind und zu jeder Tageszeit gleichgut leistungsfähig sind. Findet heraus, wie Ihr tickt und richtet Euch danach. Wahrscheinlich könnt Ihr Euch bereits direkt einem Lerntyp zuordnen, richtig?

5. Prüfungssituation üben

Wenn sich eine Situation vertraut anfühlt, löst sie keine Angst mehr aus. Daher ist es wichtig die Prüfung unter möglichst realistischen Bedingungen zu üben. Gerne auch mithilfe von Freunden oder der Familie, falls zum Beispiel eine mündliche Prüfung ansteht.

6. Lernstoff aufschreiben

Durch das Aufschreiben beschäftigt sich Euer Kopf intensiver mit dem Thema. Hier eignen sich zum Beispiel Karteikarten oder ein Collegeblock. So habt Ihr nebenbei auch einen guten Überblick darüber, wie viel Lernstoff noch vor Euch liegt. Und das Wiederholen nicht vergessen! Geht das Aufgeschriebene immer wieder durch, so könnt Ihr es besser verinnerlichen.

Black out

Wenn die Panik dennoch hochkommt

Der große Tag ist da, Ihr seid gut vorbereitet und optimistisch. Doch dann, ganz plötzlich überkommt Euch doch die Panik und Ihr seid verunsichert. Was ist zu tun?

Kurz innehalten! Sobald die Angst aufsteigt, hilft es kurz „Stopp!“ zu denken. Klingt komisch, funktioniert aber – vor allem, wenn Ihr Euch bewusst macht, dass Ihr im Leben schon viel schwierigere Situationen gemeistert habt. Denkt nach: Was hat die Angst ausgelöst? Habt Ihr Sorgen, dass die Zeit nicht ausreicht? Macht Euch klar, dass Ihr zurechtkommen werdet, wenn Ihr alles in Ruhe und ohne Panik bearbeitet. Und falls die Zeit dennoch knapp werden sollte, konzentriert Euch auf das Machbare.

Prioritäten setzen

Beginnt mit den leichtesten Aufgaben. Dadurch habt Ihr einen guten Einstieg in die Prüfung und seid zuversichtlicher, sobald die schwierigeren Teile kommen.

Ruhig atmen

Auch einfache Atemübungen helfen, Stress abzubauen. Wer unter Angst leidet, atmet schnell und flach. Das ist genau das Falsche! Denn darunter leidet die Sauerstoffversorgung des Gehirns. Atmet ganz bewusst tief und langsam. Versucht, in den Bauch zu atmen. Legt Eure Hand unter den Bauchnabel und atmet in Eure Hand. Diese Atemübungen beruhigen Euch und lassen Euch kraftvoll weitermachen.

Ehrlich sein

Überfällt Euch die Prüfungsangst in einer mündlichen Prüfung oder in einem Bewerbungsgespräch? In diesem Fall ist Ehrlichkeit die beste Wahl, denn Aufregung ist menschlich. Sagt Eurem Prüfer, dass Ihr einen Blackout habt. Er wird versuchen, Euch zu helfen, in dem er Euch zum Beispiel eine andere Frage stellt. Die meisten Prüfer machen das ohne zu zögern, da sie solche Situationen gewöhnt sind.

Welche Prüfung oder Klausur auch immer bei Dir anstehen mag: Wir wünschen Dir ganz viel Erfolg. Und denk daran: Glaube immer an Dich selbst, dann überzeugst Du auch andere von Dir!

Viele Grüße
Deine Saskia

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Foto: Klasse am Computer: Universität Erfurt Fotograf: https://www.flickr.com/photos/unierfurt/ Fotorechte: https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/
Foto: Blonde Frau vor Schultafel: http://de.depositphotos.com/

7 Comments

  1. Niclas sagt:

    Sehr Schöner Artikel hat mir gut gefallen, es gibt nichts schlimmeres als Prüfungsangst.

    • Schön, dass Dir der Artikel gefallen hat! Ja Du hast Recht! Prüfungsangst ist eine sehr unangenehme Sache! Umso besser, dass man etwas dagegen unternehmen kann!

      Viele Grüße
      Deine Saskia

  2. Moritz sagt:

    Nette Tipps 🙂
    Ich bin in Prüfungssituationen auch immer aufgeregt. Mit Beendigung der Schule / Uni ist’s ja noch lange nicht vorbei mit der Angst vor entsprechenden Situationen: Bewerbungsgespräche, Fahrprüfung, etc…
    Neben guter Vorbereitung hilft mir im Notfall tatsächlich, mit den Zehen zu wackeln 😀
    Das bewusste Wackeln mit den Zehen scheint irgendwie den Körper bzw. das Gehirn von der Angst abzulenken und ich kann wieder klar denken.
    Vielleicht hilft’s ja dem nächsten, der hier vorbei schaut 😉

    Beste Grüße
    Moritz

  3. Holger sagt:

    Hallo Saskia, danke für den interessanten Beitrag und die hilfreichen Tips.

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