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Strategien, um dem Prüfungsstress vorzubeugen!

Bald steht die Zwischenprüfung an und bei Euch ist Land unter?

Keine Sorge, wirklich entspannt bewältigt diese Prüfungsphase wohl niemand. Es gibt aber durchaus Tipps und Tricks, wie ihr trotz des Lernstresses den Kopf über Wasser halten könnt. Anfangen sollte man am besten mit folgenden Fragen:

Welcher Lerntyp bin ich eigentlich?

Wie kann ich Wissen am besten aufnehmen und auch behalten? Dazu könnt ihr Euch folgende Auflistung einmal anschauen und herausfinden, wo Ihr die meisten Übereinstimmungen habt.

Was trifft auf mich zu?

Ich kann Referate / Präsentationen gut wiedergeben.
Ich höre gerne Hörbücher etc.
Ich erinnere mich gut an Melodien.
Ich lerne Vokabeln, etc. am besten laut.

– Wenn ihr hier viel mit „Ja“ beantworten könnt, zählt ihr wahrscheinlich zum „Auditiven Lerntyp.“ Mehr dazu weiter unten.

Ich bewege mich gern beim Lernen, laufe oft auf und ab.
Ich experimentiere gerne.
Ich kaue Kaugummi oder esse beim Lernen.
Bedienungsanleitungen lese ich nur im Notfall, meist baue ich einfach drauf los.

– Viele Übereinstimmungen hier sprechen für den „Motorischen Lerntyp“.

Ich rede gerne und viel.
Ich behalte Infos aus Gesprächen gut.
Ich stelle Fragen zum Stoff.
Ich lerne gerne mit anderen, in einer Lerngruppe.

– Trifft das auch auf Euch zu? Dann tendiert ihr zum „Kommunikativen Lerntyp“.

Ich behalte Bilder, Skizzen und Tabellen gut.
Ich träume farbig und detailreich.
Ich lese gerne und kann Gelesenes gut wiedergeben.
Ich mache mir viele Notizen beim Lernen.

– Kannst Du hier viel mit „Ja“ beantworten? Dann gehörst Du zum „Visuellen Lerntyp“.


Und was sagt mir das jetzt?

Ganz einfach: Je nachdem, wie Du Wissen am besten behältst, kannst Du Deine Art zu Lernen daran anpassen. Für jeden Lerntyp gibt es eine eigene Lernstrategie:

Auditiver Lerntyp

Gehörtes kannst Du Dir gut merken und wiedergegeben. Du führst Selbstgespräche beim Lernen, weil es Dir hilft, den Stoff aufzunehmen. Hier ist es wichtig, dass Du ablenkende Geräuschquellen vermeidest. Also auch wenn Du gerade Deine Playlist aktualisiert hast – beim Lernen besser keine Musik hören. Außerdem ist es hilfreich, Lerngruppen zu bilden und über das Gelernte zu sprechen. Ihr könnt auch mal schauen, ob es „Podcasts“ zum Thema im Internet gibt. Die könnt ihr Euch dann zu Hause oder unterwegs in der Bahn, etc. anhören.

Motorischer Lerntyp

Du brauchst Action beim Lernen. Auf und Ab gehen kann dabei helfen, Dir Dinge besser einzuprägen. Es ist auch sehr hilfreich, alles niederzuschreiben. Wenn Du Texte abschreibst und zusammenfasst, behältst Du sie besser in Erinnerung. Unterstreichen und Zeichnen unterstützt ebenfalls die leichtere Aufnahme von Inhalten.

Kommunikativer Lerntyp

Gehörst Du diesem Lerntyp an, ist für Dich der Austausch mit anderen sehr wichtig. Diskussionen und Interaktionen beleben Deinen Lernvorgang. Zur Not auch im fiktiven Rollenspiel. Kommunikative Lerntypen können schlecht alleine Lernen. Sie brauchen meistens jemanden, der ihrer Meinung widerspricht oder sie teilt. Die einzelnen Punkte des Stoffes merken sie sich später unter anderem über die benutzten Argumente. Für kommunikative Lerntypen ist es wichtig, sowohl Fragen zu stellen, als auch Fragen zu beantworten.

Visueller Lerntyp

Betrachten und Beobachten unterstützen Dich beim Lernen. Mindmaps, Fotos, Tabellen oder Zeichnungen helfen Dir dabei, Dir Dinge zu merken. Dem Visuellen Lerntyp ist es wichtig, dass Informationen übersichtlich und optisch ansprechend aufbereitet sind. Wesentliche Dinge solltest Du mit Textmarker hervorheben und immer viel unterstreichen. Wichtig ist auch eine ansprechende Lernumgebung: Ein aufgeräumter Schreibtisch ist ein Muss!

Lerntypen

So, jetzt weißt Du, welcher Lerntyp Du bist, und wie Du Inhalte am besten verinnerlichen kannst. Wie aber besiegst Du den „inneren Schweinehund“ und wann genau beginnst Du mit was? Hier noch ein paar allgemeine Tipps:

– Für alle gilt: Ein aufgeräumter Arbeitsplatz ist das A und O. Denn niemand lernt gerne im Chaos. Achte darauf, dass Dein Schreibtisch übersichtlich und gut sortiert ist, so dass Du Dich wohlfühlst und Du Dich besser konzentrieren kannst.

– Auch wenn es schwerfällt: Mach Dich auf, bezwinge Deinen „inneren Schweinehund“ und beginne mit dem Lernen! Meist ist die Überwindung mit dem Lernen anzufangen, viel schwieriger als das Lernen selbst, ähnlich wie beim Sport. Wer kennt es nicht? Wenn man erst mal anfängt, ist es gar nicht mehr so schlimm.

– Lass Dich nicht ablenken! Wir alle kennen das: Man verliert sich oft im Netz, kommt von Hölzchen auf Stöckchen und liest Dinge, bei denen man im Grunde gar keine Ahnung hat, wie man dorthin gelangt ist, bzw. warum man das eigentlich gerade überhaupt liest! Versuche Dich beim Surfen auf prüfungsrelevante Sachen zu beschränken und verschiebe Facebook und Co. auf später.

Vermeide die drei häufigsten Lernfehler:

1. Erst am Abend vor der Prüfung anfangen zu Lernen: Erstelle Dir einen Lernplan, wann Du was geschafft haben willst und halte Dich daran!

2. „Aufschieberitis“ oder „Alles andere ist wichtiger“: Du wolltest immer schon mal die Heizung von hinten putzen? Der Fensterrahmen außen hätte es auch mal nötig? Wolltest Du nicht endlich mal die Küchenschränke von Staub befreien? Oma besuchen? Wenn wir keine Lust zu lernen haben, werden wir kreativ. Sehr kreativ! Um das zu vermeiden, solltest Du genaue Lernziele aufstellen und Dir eine kleine Belohnung gönnen, wenn Du sie erreicht hast.

3. Unstrukturiert Lernen: Auch hier helfen Dir der Lernplan und konkrete Ziele.

Zeitleiste:

– 6 Wochen vorher: Beginne mit dem Lernen!

– 1 Woche vorher: Langsam sollte ein Ende Deiner Vorbereitungen in Sicht sein. Gönne Dir ab und zu Pausen, um den Kopf frei zu bekommen und aufzutanken. Das ist wichtig in der Endspurtphase.

– 1 Tag vorher: Gehe Deine Unterlagen noch mal durch, lerne aber nichts Neues mehr. Lege die Sachen abends weg und versuche noch etwas zu entspannen: Zum Sport gehen, mit Freunden treffen, einen Film schauen. Aber geh nicht zu spät ins Bett, Du musst für den Prüfungstag ausgeschlafen sein!

Der Tag der Prüfung:

Der große Tag ist da!

– Steh rechtzeitig auf, damit Du nicht in Stress verfällst.

– Frühstücke etwas Leichtes und geh eventuell die Unterlagen noch mal durch.

– Mach Dich rechtzeitig auf den Weg und plane ruhig eine halbe Stunde mehr ein, falls irgendetwas Unvorhergesehenes passieren sollte.

Schulklasse

 

– Vergesst nicht euren Namen auf das Prüfungspapier zu schreiben! Ihr glaubt gar nicht, wie vielen Leuten das bereits passiert ist!

– Lest Euch alle Fragen aufmerksam durch bevor ihr anfangt!

– Fangt mit den Fragen an, die ihr leicht beantworten könnt! Es ist nicht nötig die Fragen der Reihe nach zu beantworten.

– Falls Ihr einen Blackout haben solltet, versucht negative Gedanken wie „Ich schaffe das nicht“ zu vertreiben, indem Ihr Euch leise oder in Gedanken „Stopp!“ sagt und positiv weiterdenkt: „Ich habe schon andere Prüfungen gemeistert. Ich schaffe auch diese!“

– Auch wenn der Puls rast, die Atmung kann man kontrollieren: Legt Eure Hand auf den Bauch, atmet komplett aus, dann langsam tief in den Bauch einatmen, und das Ganze mehrfach wiederholen!

– Nutzt jede Minute eurer Prüfung und wenn Ihr noch Zeit übrig habt, dann seht Euch Eure Antworten noch mal an, bevor ihr die Prüfung abgebt!

Und dann verlasst den Prüfungsraum, trefft Euch mit Freunden, Kollegen und gönnt Euch was! Ihr habt die Prüfung hinter Euch!

 

Wir wünschen Euch ganz viel Erfolg!

Eure Saskia

PS: Checkt auch mal unseren Prüfungsvorbereitungs-Blog! Mit der tollen Smartphone-App:
https://www.wasmitautos-blog.com/multimediale-vorbereitung-auf-die-pruefung-mit-smartphone-app/

Fotonachweise:

Foto Header Strand: Tim Bartel https://www.flickr.com/photos/avatar-1/ https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/
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Foto: Klasse am Computer: Universität Erfurt https://www.flickr.com/photos/unierfurt/
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1 Comment

  1. Seimen sagt:

    Welcher Lerntyp bin ich eigentlich, das ist wirklich interessant denn das fängt bei den kleinsten schon an. Dieses zu Analysieren und darauf zu bauen ist sicherlich ein guter Schritt für einen erfolgreichen Beruflichen Werdegang.

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