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Zuständige Stellen in meiner Ausbildung

In Deutschland gibt es für fast alles eine bestimmte Stelle. So natürlich auch für die Ausbildung. Diese Institutionen bieten Dir eine Anlaufstelle für Deine Fragen rund um die Ausbildung.

In Deutschland gibt es über 340 staatlich anerkannte Ausbildungsberufe. Diese müssen natürlich organisiert sein. Darum gibt es verschiedene Anlaufstellen, die mit allem rund um die Ausbildung vertraut sind und helfen können. Für Azubis und solche, die es werden wollen, gibt es dort alle Infos rund um die Ausbildung, Hilfe bei Problemen und Beratung in Ausbildungsfragen. Auch Ausbildungsinteressierte können sich dorthin wenden.

Welche Anlaufstellen gibt es?

Das Berufsbildungsgesetz (BBiG) bestimmt die zuständigen Stellen. 
Zuständig sind lt. § 71 die

Die Handwerkskammer

Aufgabe der Handwerkskammern ist es, die Interessen des Gesamthandwerks zu vertreten und die Belange des Handwerks im Zuge der Selbstverwaltung selbst zu regeln. Die Handwerkskammer übt die Rechtsaufsicht über Innungen und Kreishandwerkerschaften im Kammerbezirk aus. Zur Handwerkskammer gehören z.B. die Inhaber eines Handwerksbetriebes und die Gesellen, Arbeitnehmer mit abgeschlossener Berufsausbildung und die Lehrlinge.
Die Handwerkskammern haben unter anderem auch die Aufgabe die Berufsausbildung zu regeln, eine Lehrlingsrolle zu führen, Prüfungsvorschriften und Gesellenprüfungsordnungen zu erlassen und Prüfungsausschüsse hierfür zu errichten,
Die Handwerkskammern sind also die richtige Anlaufstelle, für eine Ausbildung und bei Fragen rund ums Handwerk. Im Grunde sind die Handwerkskammern eine Art Dienstleister. Es gibt dort zahlreiche Beratungs- und Informationsangebote und Lehrstellenbörsen. Über die sogenannte Dachorganisation, den Zentralverband des deutschen Handwerks (ZDH), gibt es weitere Angebote für Azubis.

Berufsfindung PraktikumDie Industrie- und Handelskammer (IHK)

Industrie- und Handelskammern (IHK) sind regional organisierte, branchenübergreifende Verbände aus Unternehmern und Wirtschaftsunternehmen. Alle Gewerbetreibenden und Unternehmen mit Ausnahme reiner Handwerksunternehmen, Landwirtschaften und Freiberufler gehören ihnen per Gesetz an. In Deutschland gibt es 79 Industrie- und Handelskammern, die für unterschiedlich große Regionen zuständig sind. Sie übernehmen Aufgaben der Selbstverwaltung der regionalen Wirtschaft.
Bei einer Ausbildung im kaufmännischen Bereich ist sie zu einem großen Teil die Stelle, die über den Verlauf der Ausbildung informiert, Beratungen anbietet, Lehrstellen vermittelt aber auch Prüfungen durchführt. Die dazugehörige Spitzenorganisation nennt sich Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und bietet auch Informationen zu Möglichkeiten der Weiterbildung nach der Ausbildung.

Die Innung

Eine Innung ist die fachliche Interessenvertretung von Personen, die in einer Berufsgruppe des Handwerks tätig sind. Sie ist auf lokaler bzw. regionaler Ebene organisiert, meist für eine Großstadt oder einen Landkreis. In ihr schließen sich selbständige Handwerker des gleichen oder ähnlicher Handwerke zusammen, um ihre gemeinsamen geschäftlichen Interessen zu fördern. Innungen sind die Nachfolger der Zünfte.

Die Mitgliedschaft in einer Innung ist freiwillig; dagegen ist die Mitgliedschaft in der Handwerkskammer für Handwerker obligatorisch. In Deutschland gibt es gegenwärtig etwa 7000 verschiedene Innungen.
Die wesentlichen Aufgaben der Innung im Bereich der Berufsausbildung und Weiterbildung sind

• Pflege der Berufsehre sowie Förderung eines guten Verhältnisses zwischen Meistern, Gesellen und Lehrlingen
• Regelung und Überwachung der Ausbildung im Rahmen der Dualen Ausbildung, Abnahme von Gesellenprüfungen
• Förderung des handwerklichen Könnens der Meister und Gesellen (z. B. durch Fachschulen oder Lehrgänge)

Also auch hier findest Du hilfreiche Informationen zur Aus- und Weiterbildung.

Die Aufgaben der Kammern

Diese ganzen verschiedenen Kammern und Innungen haben vom Staat eine wichtige Aufgabe übertragen bekommen, nämlich die Berufsausbildung im Sinne des Berufsbildungsgesetzes zu überwachen und zu fördern.

Ausbildung Autoberufe

Sie sind in erster Linie Ansprechpartner für die Betriebe, aber auch für Dich sind sie im Rahmen der Berufsausbildung sehr wichtig:

• Sie registrieren Deinen Ausbildungsvertrag in einem Verzeichnis, erst dann wird Deine Ausbildung „amtlich“. Im Handwerk heißt dieses Verzeichnis „Lehrlingsrolle“. Auch Änderungen und das Löschen im Verzeichnis nehmen sie vor.
• Sie führen die Zwischen- und Abschlussprüfungen bzw. Gesellenprüfungen (bei einem Handwerksberuf), die Du ablegen musst, durch und erlassen die dafür erforderlichen Prüfungsvorschriften.
• Zu den Prüfungen musst Du bei der für Dich zuständigen Kammer angemeldet werden. Sie entscheidet, wer zur Abschlussprüfung zugelassen wird.
• Wenn Du Deine Ausbildungszeit verkürzen bzw. verlängern oder vorzeitig zur Abschlussprüfung zugelassen werden willst, musst Du dort zur Genehmigung einen Antrag stellen.

Nähere Informationen über Aufgaben, (Prüfungs-) Termine, Ausbildungsverkürzung sowie Antrags- und Vertragsformularen findest Du auf den Internetseiten der Kammern und Innungen.

Viele Grüße
Eure Sanja

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