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Eine Frau, eine Idee und Kraftfahrzeugmechatronik (Gastbeitrag)

Wie kommt eine Frau auf die Idee, eine Ausbildung zur Kraftfahrzeugmechatronikerin zu machen? Mein Name ist Katharina, ich bin 21 Jahre alt und arbeite bei einer großen Volvo Vertragswerkstatt in Köln. Zuerst nöchte ich dir gerne erzählen, wie alles begann.

2017 habe ich mein Abitur abgeschlossen. Und dann wusste ich erstmal nicht, was ich danach machen soll. Allerdings war ich mir ziemlich sicher, dass ich zu diesem Zeitpunkt keine Lust hatte, mich erneut mehrere Jahre an eine Schule zu setzen und mich nur theoretisch weiterzubilden. Also habe ich einige Praktika in dem Beruf gemacht, welcher mir als Hobby schon seit einigen Jahren Freude bereitet. Das war nun mal das Schrauben an Autos. Nach meiner Praktikumszeit in einer Mini Restaurationswerkstatt habe ich mich schließlich dazu entschieden, eine Kfz-Ausbildung zu beginnen und habe dann fleißig Bewerbungen geschrieben.

Mittlerweile befinde ich mich bereits im dritten Lehrjahr und werde meine Ausbildung voraussichtlich im Juni 2021 abschließen. Du glaubst gar nicht, wie schnell die Zeit vorbei ging. Ich erinnere mich aber auch noch gut an den Anfang der Lehre. Meine größte Angst war es tatsächlich, als Frau in der Werkstatt nicht akzeptiert zu werden. Diese Angst wurde mir jedoch sehr schnell genommen. Meine Arbeitskollegen haben mich freundlich aufgenommen, obwohl es für sie auch eine eher ungewohnte und neue Situation war. Die meisten Aufgaben bewältige ich mittlerweile alleine oder zusammen mit einem Gesellen, wenn ich dann doch mal Unterstützung benötige.

Du merkst also, dass man auch als Frau mit ein bisschen Ehrgeiz in einem „Männerberuf“ gut bestehen kann.

Ich muss zugeben, dass ich noch keine genauen Pläne habe, wie es nächstes Jahr nach meiner Ausbildung weitergehen soll, da es viele verschiedene Wege gibt, die ich einschlagen könnte und die mich interessieren. Natürlich besteht die Möglichkeit, doch noch zu studieren. Andererseits könnte ich mich auch spezifisch in dem Beruf weiterbilden, indem ich meinen Kfz-Meister mache. Ansonsten gibt es in einem Autohaus auch noch viele andere interessante Bereiche, wie z. B. die Serviceabteilung. Aber bis es so weit ist, habe ich noch viele Tage in der Werkstatt vor mir, an denen ich mich um die Kundenfahrzeuge kümmere, Inspektionen durchführe, Motoren austausche, Fehlersuchen am PC führe und selbstverständlich auch die Werkstatt aufräume. Denn auch das gehört zu der Ausbildung dazu. Jetzt steht aber erstmal die Rädersaison an.

Unabhängig davon, wie es später weitergeht, wird mir mein Beruf immer erhalten bleiben. Vor allem da ich ein Auto fahre, was älter ist als ich selbst (VW Vento von 1997). Demnach geht an diesem Auto immer wieder etwas kaputt, was dann wieder von mir repariert werden möchte.

Letztendlich habe ich mein Hobby zu meinem Beruf gemacht und damit für mich eine absolut richtige Entscheidung getroffen. Ich hoffe, dass ich auch dir den Beruf des/r Kraftfahrzeugmechatronikers/in schmackhaft machen konnte.

 

Deine Katharina Hüsch

Bildquelle: Autoberufe.de/Intern , Katharina Hüsch

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